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SAMMA IN THE CITY?
- Klein & Kunst, Willy Zwerger, 05.06.2007
Samma in the
City? nennen also die vier "Weiber" vom bereits legendären
Stammtisch ihren jüngsten Wurf und verführen uns damit gemeinsam
mit dem Herr Bert-Trio in eine ziemlich abgefahrene Tour durch das heutige
und geschichtliche Wien mit musikalischen und literarischen Kostproben
aus einer der liebens- und lebenswertesten Städten der Welt. Freuen
Sie sich auf zum Teil sehr gewagte Neuinterpretationen von Austropop-All-Time-Hits,
auf die bestens disponierten Stimmen der vier Protagonistinnen, auf einen
Besuch von Dr. Faust in einer Original Wiener Weinschenke und Handkuss-Regeln
von einem Wolf. Da kommt Freude auf. Besonders geil kam Susi Draxlers
Wienerische Version von Nenas "Nur geträumt" und Danzers
teils gesprochenes, teils als im Stile mittelalterlicher Choräle
aufgezogene "Hawelka", Christina Försters "I lieg
am Ruckn" von Ludwig Hirsch sowie die Mutation von Hans Mosers Trinkliedlein
"Reblaus" zur komasaufenden Raplaus namens Eva D.
LADIES NIGHT IM KOSMOSTHEATER - die Bühne, Eva Maria Klinger, Jänner 2009
.....die frechen Darbietungen der Ladies Night wo das emanzipatorische
Waffenarsenal unter kesser Reizwäsche verborgen wird.
WORKING GIRLS - Falter, Bettina Hagen, 10.10.2007
Als Vorspann sind
im KosmosTheater auf der Leinwand Bilder von Frauen zu sehen, die über
ihre Berufe reden. Befragt nach Traumberuf und Lebensrealität entsteht
der Eindruck einer großen Diskrepanz. Dann beginnt "Working
Girls" eine bunte Musikrevue über den Wahnsinn den sich die
westliche Frau mit ihrer vermeintlichen Gleichstellung im Berufsleben
mit eingehandelt hat. Die fünf sehr unterschiedlichen Heldinnen schildern
Momentaufnahmen ihres Alltags. Zwischen einer Bäuerin (Eva D.), einem
Showstar (Barbara Spitz), einer Mutter in Karenz (Susanne Draxler) und
einer Anwältin (Claudia Martini) entspinnt sich ein lockerer Faden,
den Michaela Riedl-Schlosser (Text) und Susi Stach (Inszenierung) geknüpft
haben. Stark sind die Lieder und vor allem der Ikonen-Rap am Ende, gesungen
von Herbert Tampier (Komposition und Liedtexte). Als er nach der letzten
Verbeugung gemeinsam mit den kichernden Schauspielerinnen die Bühne
verlässt, könnte man meinen, Arbeit und Heiterkeit gehören
zusammen.
WORKING GIRLS - Der Standard, Printausgabe 06/07.10.2007
Susi Stach inszeniert
mit "Working Girls" eine flotte Revue über die Jobtücken
im Frauenalltag im Kosmostheater. Frauen sind ja die eigentlichen Männer.
Stärker, belastbarer, weil alles gleichzeitig geht, effizienter und
einen so genannten "EQ" haben sie auch noch.
Da wäre die gestresste Anwältin (großartig: Claudia Martini),
die nicht nur Familie, sondern auch Kanzlei durchorganisiert (gedankt
wird ihr beides nicht: Zum Firmenpartner wird der männliche Kollege
befördert), Silvia Meisterle spielt eine in die Jahre gekommene Pippi
Langstrumpf, die erst lernt, dass Zeit gleich Geld ist. Und Susanne Draxler
als Mutter eines Einjährigen wundert sich nicht schlecht, als ihr
der Arbeitgeber sagt, sie möge doch weitere Kinder lieber gleich
bekommen (so sei die Familie einfacher organisierbar und sie selbst am
Markt besser zu handeln). Bewusst werden in dem Stück von Michaela
Riedl-Schlosser großzügig Klischees bedient, mit einem Ausflug
in die Seepferdchenwelt (bei denen kriegen die Männchen die Kinder)
ist das aber sehr unterhaltsam.
WORKING GIRLS - Klein&Kunst,
Lia Auerböck, 04.10.2007
Working girls
der Titel ist Programm und man bekommt auf ironische Art und Weise ein
paar schöne Einblicke in die geschlechtliche Arbeitsteilung und die
entsprechende Zuweisung von Tätigkeiten, aber auch auf die Abwertung
der Haushaltstätigkeit als Nichtarbeit bzw. um ihre Bemäntelung
als Liebesdienst.
Es geht gleich sehr temperamentvoll los und bleibt von der ersten Minute
bis zum Programmende schwungvoll, interessant und sehr amüsant. Eine
sehr erfrischende mit genialem Wortwitz gespickte Performance der 5 Darstellerinnen,
das sind Eva D., Susanne Draxler, Claudia Martini, Silvia Meisterle und
Barbara Spitz.
Die Charaktere der einzelnen Berufsgruppen wie z.B. eine Bäuerin,
eine boxende Frau, eine Anwältin, eine Mutter die nach der Babypause
wieder arbeiten will oder die in die Jahre gekommene Pippi sind großartig
auf die jeweilige Darstellerin abgestimmt.
Alle fünf haben etwas gemeinsam, egal ob multitaskingfähig oder
emanzipiert, die Frau wird doch immer wieder von der Männerwelt unterdrückt,
aus- und benützt und landet schlussendlich wieder vor dem Herd.
Das Programm ist sensationell witzig und herrlich pointiert und dadurch
gab es sehr viel zu lachen. Musikalisch aufgelockert wurde diese großartige
Darbietung der 5 Girls durch den jeweils passenden Love-Song, Sad-Song
oder auch Ikonen-Rap. Die Working Girls sind fabelhaft. Unbedingt ansehen!
WORKING GIRLS - dieStandard,
Dagmar Buchta, 04.10.2007Gänsehautschübe
eifern mit Lachkrämpfen um die Wette, bei manchen Szenen kommen sie
gleichzeitig auf. Die Gänsehaut aufgrund von soviel trauriger sozialpolitischer
Wahrheit, die Lachsalven wegen der wundervoll gekonnt humoristischen Umsetzung
derselben.
Dabei geht das Stück "Working Girls oder: Ein Jahrhundert des
Fortschritts im Rückblick", das am Mittwoch Abend im KosmosTheater
Premiere feierte, über den Rahmen einer Sozialsatire hinaus. Anhand
einer bunten Mischung aus kabarettistischen, theatralisch-musikalischen
und mimischen Elementen werden die Lebenswelten von arbeitenden Frauen
und erwiesenermaßen arbeiten sie immer, auch wenn sie nicht
erwerbstätig sind in einer Art und Weise dargestellt, die
ihresgleichen sucht: Der Wahnwitz des weiblichen Multitasking, dem ewigen
und ununterbrochenem Hin- und Herspringen zwischen unterschiedlichsten
Anforderungen, die vorausgesetzten sozialen und beruflichen Kompetenzen,
der Stress, das Zerrissen- und nahe am Burnout-Sein... Die Tragikomik
jubiliert!
Eva D. beispielsweise als Bäuerin, Susanne Draxler unter anderem
als Mutter, Claudia Martini als Anwältin, Barbara Spitz als boxende
Frau und Silvia Meisterle als "in die Jahre gekommene Pippi".
Und auch Barbara Ruppnig - Schlagzeug, Percussion - und Herbert Tampier
- Klavier, Guitarre - warfen sich ins Zeug. Alles in allem absolut empfehlenswert!
MARIA
THERESIA GOES SPITTELBERG - Klein & Kunst, Barbara Windtner, 21.06.2006
Wem es am 20. Juni
2006 noch nicht heiß genug war, der begab sich in das Wiener Theater
am Spittelberg, wo einen das neobarocke Varieté Maria Theresia
goes Spittelberg noch mehr ins Schwitzen brachte.
Nicht nur das besonders wärmespeicherungsfähige Holzgebälk
des urigen Theaters trug zur feurigen Stimmung im Spittelberg-Theater
bei, sondern auch die groteske Verbindung von: Maria Theresia, deren Köchin
mit Kind Marie, einer Hofdame, einem Hofkomponisten, dem Kasperl, der
Gretel und dem Müllerssohn Konrad. Letztgenannter verliebt sich nämlich
in Marie, was nicht sein darf, denn von der Kaiserin selbst gesäugt
soll Marie den Hofkomponisten heiraten und nicht etwa ihre große
Liebe Konrad Adel verpflichtet nun einmal!
Aber Maria Theresia lässt Milde walten und stellt die Weichen für
die Liebespärchen. So kommen schließlich auch Baroness Colette
und Baron Hering zusammen.
Es ist aber weniger die einfach gestrickte Handlung, die begeistert, als
der Einfallsreichtum in der Dramaturgie Christoph Augustynowicz´,
die Kreativität der Puppenbauerin Gerti Tröbinger und die überaus
amüsante Darstellung durch die SchauspielerInnen Eva D., Susanne
Draxler, Christina Förster, Gerti Tröbinger und Herbert Tampier.
Da verwandelt sich die Kasperlbühne nämlich in den Reifrock
der Marie Theresia und frei nach dem Motto Das Gute liegt so nah
besorgts der Kasperl, der übrigens der Vater von Marie ist, gleich
der Kaiserin und steigt zum Vater der Nation auf.
Maria Theresia war ja bekanntlich mehrfache Mutter und um ihre Gebärfreudigkeit
zu verbildlichen werden aus ihrem Schoß, also dem Kasperltheater,
wie aus einer Wurfmaschine Puppen geschleudert.
Gelungen karikiert wurden auch die Liebesszenen zwischen dem gstandenen
Konrad, der seiner naiven Liebsten Wienerlieder singt (beide Figuren wurden
durch Handpuppen dargestellt).
Das Varieté ist aber kein sentimentaler Ausflug in die gute alte
Zeit, den richtigen Pep bekommt das Stück vor allem durch Popsongs
von Queen oder Right Said Fred, die von den SchauspielerInnen mehrstimmig
und mit Choreographien zum Totlachen wiedergegeben werden. Zu Big
Spender fällt dann sogar die Kaiserin höchstpersönlich
aus dem Rahmen und zeigt, dass auch eine Herrscherin gerne einmal das
Korsett ablegt vor allem, wenn der Herr Kasperl in der Nähe
ist
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LADIES NIGHT SUMMERSPECIAL - Klein & Kunst, S. Wasshuber, Juni 2005Manch männlichem
Klein & Kunst-Skeptiker zum Trotz: Frauenkabarett kann genial sein
im allgemeinen sowieso und im speziellen ohnehin nämlich
die Sommerserie der Ladies Night Diesmal bestätigt nicht
nur von einer kleinen, fei-nen Runde im Kosmos Theater und dem männlichen
Begleiter der Autorin, sondern von den johlenden vollen Reihen des Theaters
am Spittelberg, also locker 120 Leuten. Und siehe da, da gibt´s
mit Herbert Tampier auch mal einen echten Mann auf der Bühne
und einen zweiten Herbert, der nur so tut, als ob. Im Versicherungsvertreter-Outfit
steckt Ingeborg Schwab, die mit Beziehungspolizzen speziell für Männer
aufwartet zum Schutz gegen Gefühlsduseligkeiten wie Kerzen
im Badezimmer und gegen unerwünschte Mutationen zum Sitzpinkler,
Windelwechsler und Semmel-über-der-Abwasch-Schneider. Bis Herbert
selber schwach wird im Schmalzduett mit Susanne, Lady in Red, Draxler.
Hot auch die Solo-Gesangsnummer Fever von Christina Förster
alias Astrid Horvath. Da stand so mancher Mund offen... Ebenso bei Gerti
Tröbingers akrobatischer Anzieh-Einlage sowas wie eine Live-Verwandlung
in Puppenspielerin Sabine Swoboda, die ihren Kasperl dann nicht nur branchenübli-che
Fragen stellen lässt. Die Freuden des Sommersports demonstriert Eva
D., indem sie das Theater nordic bewalkt. Urlaub? Ne Wellness in
Meidling kann mehr. Das traurige Ende gab´s in Form
von Ab in den Süden der Hymne für alle, die
eh nicht heiß auf Farbe schinden sind. So wie die militante Nichtbräunerin
Eva D. Verwirrt? Recht so!
LADIES NIGHT SUMMERSPECIAL
- Ö1 - Contra Kabarett und Kleinkunst, S. Lahner, Juni 2005
Brütende
Hitze und biegsame Körper! Für flotte Sprüche, Variete,
Klamauk und für - der Jahreszeit entsprechende - Rhythmen sorgen
derzeit sechs Damen im Theater am Spittelberg in Wien. Vergangenen Dienstag
riefen sie zum ersten Mal ihre gemeinsame "Ladies Night aus
- eine komödiantisch-musikalische Revue, die in diesem Sommer den
Wiener Spittelberg beleben soll. "Ladies Night Summer Special"
nennen Eva D. Susanne Draxler, Christina Förster, Natascha Gundacker,
Ingeborg Schwab und Gerti Tröbinger - ein Mix aus Schauspielerinnen,
Sängerinnen und Komödianten - ihren gemeinsam erarbeiteten Abend,
bei dem die Grenzen zwischen Parodie, Klamauk, non-verbalen Aktionismus,
Groteske und Konzert für zwei Stunden aufgehoben werden. Der Musiker
Herbert Tampier übernimmt diskret die Rolle des guten Geistes an
der Gitarre und beim Background-Chor. Ob die Frauen Vamps, Mauerblümchen,
Gegenstände oder Männer spielen - bei allem schwingt ein Schuss
Selbstironie mit. Erlaubt ist alles, was unterhält. Ob Natascha Gundacker
als Agathe Notnagl charmant nach Worten ringt und aus scheinbar unzusammenhängenden
Worten humori-stisches Kleinod entstehen lässt oder ob Susanne Draxler
Hits aus den 70ern anstimmt - die Ladies haben in ihrem Programm für
jeden eine kleine Überraschung bereit. Ladies Night Summer Special
- "sex" Frauen mit flotten Sprüchen, Variete, Klamauk und
heißen Rhythmen machen den Wiener Spittelberg unsicher
LADIES NIGHT SUMMERSPECIAL - dieStandard, D. Buchta, Juni 2005Frauen-Sixtett
mit Pfiff!
Ein Abend voller Vielfalt und - überaus positiver - Überaschungen!
Das Frauen-Sixtett, bestehend aus Eva D., Susanne Draxler, Christina Förster
Natascha Gundacker, Ingeborg Schwab und Gerti Tröbinger, präsentiert
ein Varieté aus kabarettistischen, artistischen, tänzerischen,
gesanglichen und puppenspielerischen Darbietungen, das es in sich hat.
Am Rande für musikalische Untermalung (Guitarre und Gesang) sorgend:
Herbert Tampier. Am Dienstag ging im Theater am Spittelberg die Premiere
des Ladies Night Summer Special äußerst humorgeladen über
die Bühne. Und das auch noch gesellschaftskritisch! Beispielsweise
wenn die "Frauenkapelle" nationalistische und als primitiv geltende
Tendenzen der Volksmusik aufs Korn nimmt. Oder - und dies fiel besonders
positiv auf - wenn die hinlänglichen Missinterpretationen des Feminismus
mit Witz und Skurilität verballhornt werden. Geschlechterrollen sind
hier Thema, überbetont, leicht, schmalzig -und nur auf den ersten
Blick oberflächlich. Denn bei genauerem Hinsehen und -hören
tut sich eine subtile Tiefe auf, die brilliant humoristisch aufgefüllt
wird. Das ist es, was nebenbei bemerkt, dieses Frauen-Varieté zusätzlich
auszeichnet, da es im Unterschied zum männlichen Pendant ohne Seitenhiebe
auf das männliche Geschlecht auskommt. Intelligent und mit Witz!
Alles in Allem: einfach witzig, pfiffig, gescheit! Einfach sehens- und
erlebenswert!
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